


Neben dem heute noch vorhandenen Kaiser-Wilhelm-Denkmal vor dem Kaiser-Wilhelm-Museum und dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Uerdingen gab es einst auf dem heutigen Stadtgebiet von Krefeld ein weiteres Kaiser-Denkmal. Dieses stand in der Nähe des Eingangstores zum Krefelder Stadtgarten an der St.-Anton-Straße.
Auch wenn auf den ersten Blick wirklich keine Spuren des Denkmals erhalten geblieben sind und auch die äußerst wenigen Bilder des Denkmals nur wenig über dessen Standplatz aussagen, lässt sich die Position anhand alter Stadtpläne und der auch heute noch ersichtlichen Gestaltung des Parks schlussendlich ableiten.

Das Denkmal stand an der rechten Seite des Eingangsbereichs des Parks, in einer Achse mit dem Veteranen-Denkmal.

Betrachtet man das noch vorhandene Veteranen-Denkmal, so wird die Beziehung zwischen den beiden neogotisch gestalteten Denkmälern ersichtlich.

Der Blick vom ehemaligen Denkmalplatz zum Veteranen-Denkmal zeigt deutlich die Beziehung der beiden Denkmäler, die in einer Sichtachse zueinander standen.

Die schöne Lithographie-Karte zeigt das Kaiser-Wilhelm-Denkmal im Stadtpark mitsamt der einstigen Denkmalfülle der wohlhabenden Stadt Krefeld.
Über das Denkmal ist eine schöne Anekdote überliefert, die wir hier abschließend zitieren möchten:
„1863 kam es zu einem Eklat beim Besuch von König Wilhelm I. in Krefeld. Außer den Mitgliedern des Preußenvereins verweigerten die meisten Krefelder dem König die üblichen Ehrenbezeugungen und blieben einfach zu Hause. Als ihm 1870 (?) dieses Denkmal gesetzt werden sollte, verlangte Wilhelm, der die Beleidigung nicht vergessen hatte, es müsse der Stadt den Rücken zukehren.“1
Vielleicht ist das auch der Grund, warum so wenig über dieses Denkmal überliefert wurde. Selbst im äußerst umfassenden und eigentlich nie lückenhaften Standardwerk von Kuntzemüller (1902) fehlt das Krefelder Denkmal völlig.
Hinterlasse einen Kommentar