

Auch wenn das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Burgsteinfurt, welches seit 1975 zur neu gegründeten Stadt Steinfurt gehört, den Zweiten Weltkrieg nicht überstanden hat, lässt sich der Standort aufgrund der vollständig erhaltenen historischen Bebauung mit Leichtigkeit bestimmen.

Diese private Aufnahme zeigt das Denkmal im Sommer 1941, also rund ein Jahr1 vor seinem Abbruch im Zuge der „Metallspende“. Gut zu erkennen ist, dass zu diesem Zeitpunkt auch noch das reiche Beiwerk am Sockel sowie das Relief Kaiser Friedrichs III. erhalten waren.


Diese etwas seitliche Aufnahme des Denkmals zeigt die Reliefdarstellung Otto von Bismarcks am Sockel des Denkmals.
Der Marktplatz in Burgsteinfurt entstand am Zugang zur namensgebenden Burg. Fußläufig vom ehemaligen Standort des Kaiser-Wilhelm-Denkmals entfernt ist ein weiteres Relikt der Bismarckverehrung erhalten geblieben.


Die berühmte Darstellung Bismarcks als „Der Alte vom Sachsenwald“ von Harro Magnussen hat zwar ihren ursprünglichen Zaun und einige Steine verloren, ist jedoch in reizvoller Kulisse am Schloss im Naturpark Bagno bis heute erhalten geblieben. Die verlorene Gesamtanlage wurde durch den Düsseldorfer Bildhauer Gustav Rutz gestaltet. Dieser hatte auch den Kaiser-Friedrich-Brunnen in Uerdingen gestaltet.

Eine schöne Ankedote zur Büste hat Sieglinde Seele übermittelt. Diese wurde 1967 nachts „durch unbekannte Täter vom Sockel geholt u. vor der Borghorster Nikodemeskirche (sic!) abgesetzt, anderntags war sie aber wieder auf ihrem alten Platz“.2
- https://www.heimatverein-burgsteinfurt.de/index.php?page=NewsEntry&newsID=49 ↩︎
- S. Seele (2005): Lexikon der Bismarck-Denkmäler, S. 371. ↩︎
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