Kaiser-Wilhelm-Turm in Stoppenberg (Essen)

Aufgrund der weitgehend erhaltenen Grundstruktur rund um den Halloberg, dem heutigen Hallopark, lässt sich der ehemalige Standpunkt des Kaiser-Wilhelm-Turms in Essen-Stoppenberg gut bestimmen. Die große Wiese und der historische Baumbestand stehen weitestgehend erhalten im gleichen Verhältnis zueinander.

Der genaue Standpunkt des Turms kann zunächst mit historischen Luftaufnahmen exakt bestimmt werden.1

Bild 1 – Vorhandener Turm – Luftbild 1925 bis 1930. Der Turm ist deutlich am rechten Bildrand erkennbar.

Bild 2 – Turm abgerissen – Luftbild 1983 bis 1990. Der noch nicht zugewachsene ehemalige Standplatz nebst Wegesystem ist auf dem Luftbild (noch) ersichtlich.

Ist der genaue Punkt einmal ermittelt, lässt sich dieser vor Ort leicht nachprüfen.

Der Aufstieg durch den Wald zum historischen Standplatz des Turms auf einem Ausläufer des Ardeygebirges lässt sich auch heute noch gut nachvollziehen. Tatsächlich hat sich diese Erhebung 1971 nach der Sprengung des Turms sogar um fünf Meter erhoben, bedingt durch die Abdeckung des Schutts.2 Der Turm war im Zweiten Weltkrieg bereits stark beschädigt worden.

Rund um den Standplatz finden sich heute zahlreiche Trümmerteile des Turms.

Unter anderem wurde auch ein Stück einer schön verzierten Mosaikfliese gefunden, welches sicherlich einst zum opulenten Innenschmuck des Turms gehörte.

Historische Ansichtskarten zeigen den Turm in verschiedenen Ansichten.

Nebengebäude wie das Restaurant und ein Schießstand sind heute ebenso nicht mehr vorhanden.

Für den Turm wurde eigens ein Marsch komponiert, welcher auch auf Postkarten verbreitet wurde.

Die letzten Zeilen des ebenfalls abgebildeten Schlusssteins muten im Hinblick auf das Schicksal des Turms beinahe tragisch an:

„Sein Name, er bleibt für alle Zeit.
Und wenn du längst schon in Schutt zerfallen,
Lebt er noch in deutschen Herzen – in allen!“

  1. https://geoportal.essen.de/histverein/hipo/ ↩︎
  2. https://media.essen.de/media/histiorisches_portal/historischesportal_dokumente/archaeologie/Berichte_aus_der_Essener_Denkmalpflege_15.pdf ↩︎

Tags:

Hinterlasse einen Kommentar